Corona Hilfs-Fonds - Garantien und Zuschüsse für betroffene Unternehmen

Hilfe durch Garantien und Fixkosten-Zuschüsse


Die österreichische Regierung hat in einem weiteren Schritt zur Unterstützung der Unternehmen einen rd. 15 Mrd. EUR umfassenden Notfall-Hilfe-Fonds aufgesetzt und die Inhalte präsentiert. Wir geben Ihnen den Überblick: 

Zielgruppe

Dies sind Unternehmen und Branchen, die durch Maßnahmen wie Betretungsverbote, Reise- oder Versammlungsbeschränkungen besonders betroffen sind und Liquiditätsprobleme haben. Darüber hinaus hilft der Hilfs-Fonds Unternehmen, die in Folge der Corona-Krise mit großen Umsatzeinbußen und der Gefährdung ihrer Geschäftsgrundlage zu kämpfen haben.


Gestaltung des Fonds

Garantien für Kredite. Die Haftung der Republik Österreich wird auf zukünftig 90 % ausgeweitet (dzt. 80 %), für KMU-Notkredite bis EUR 800.000,- sogar auf 100 %. Sie ist einer Bundesgarantie gleichzusetzen.

  1. Beantragung: Als Single Point of Contact ist die Hausbank angegeben. Sie wird die Anträge mit den jeweiligen Förderstellen abwickeln. Der Antrag kann ab dem 8. April 2020 gestellt werden.
  2. Abwicklungsdauer: Die Zielsetzung ist, die Ausstellung binnen sieben Werktagen zu schaffen. Erste Auszahlungen können somit bereits am 15. April 2020 erfolgen.
  3. Nicht finanzierungsfähig sind Umschuldungen von Krediten, Investitionen, Dividendenzahlungen von 16.3.2020 bis 16.3.2021, Boni an Vorstände über 50% des Vorjahres und Aktienrückkäufe.

Zuschüsse. Mit den Zuschüssen wird die Deckung von Fixkosten betroffener Unternehmen unterstützt. Dabei sind einige Voraussetzungen zu beachten (Standort, Geschäftstätigkeit und Fixkosten in Österreich, mind. 40% Umsatzverlust durch Corona-Maßnahmen, etc.). Zuschüsse werden auch gewährt, wenn kein Haftungskredit in Anspruch genommen wird.

  1. Höhe des Fixkostenzuschusses: Vom Umsatzausfall des Unternehmens gestaffelt eingeteilt. Bei mehr als EUR 2.000,- innerhalb von drei Monaten zwischen 25 und 75 % Ersatzleistung.
  2. Kostenarten: Darunter fallen zum Beispiel Geschäftsraummieten, Versicherungsprämien, Zinsaufwendungen, betriebsnotwendige Zahlungsverpflichtungen. Zusätzlich kann der Wertverlust von mindestens 50% von verderblichen bzw. saisonalen Waren angesetzt werden. 
  3. Begleitmaßnahmen: U.a. sind die Rücksichtnahme auf Fixkostenreduktion und Arbeitsplatzerhalt sowie Aushändigen der Unterlagen verpflichtend. 
  4. Beantragung: Der Antrag ist über ein Online-Tool der aws zu stellen. 
  5. Abwicklung: Ab dem 15. April kann der Antrag gestellt werden, bis zum 31.12.2020 ist die Registrierung und bis 31.08.2021 die Abgabe des vollständigen Antrags möglich. Die Auszahlung erfolgt über die Hausbank in Abstimmung mit der aws nach Ende des Wirtschaftsjahres - nachdem der Schaden feststeht. Nach aktueller Info wird eine Bestätigung des Steuerberaters bzw. Wirtschaftsprüfers über den Umsatzrückgang und die ersatzfähigen Fixkosten verlangt.
  6. Rückerstattung: Der Fixkostenzuschuss muss, vorbehaltlich korrekter Angaben, nicht zurückgezahlt werden. 
  7. Ausnahmen vom Fixkostenzuschuss: Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeiter (Stichtag Ende 2019) und die Mitarbeiter gekündigt haben, anstatt die Corona-Kurzarbeit zu nutzen, sowie die Finanz- und Versicherungsbranche sind ausgenommen. 
Den jeweils aktuellen letzten Stand der Regelungen und weitere Details zum Corona-Hilfs-Fonds finden Sie auf der Seite des BMF und bei unseren Expertinnen und Experten.